Ich virtualisier mich (3)

26
Jun/09
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Sobald man mit dem PC etwas besser umgehen kann – also weiß, wozu die Maustasten da sind und was man mit der Maus an sich macht – kommen auch gleich die typischen Anfragen nach dem Motto “Du kennst Dich doch mit Computern aus…”.

Stimmt. Generell nicht verkehrt. Und es ist dann oft so, dass man vor Ort ist und auf einmal feststellt, dass man gerade jetzt Programm XY gut brauchen könnte, das zu Hause auf dem PC schlummert. Selbstredend ist das Programm nicht auf dem zu betreuenden Computer installiert.

Damit ich so etwas zukünftig vermeiden kann, habe ich seit einiger Zeit immer (!) einen USB-Stick dabei – der wohnt jetzt an meinem Schlüsselbund – auf dem Linux (in dem Fall Ubuntu) installiert ist. Dazu wird lediglich der MokaFive-Player benötigt, selbiger läuft unter Windows bzw. auf dem Mac und stellt quasi einen Zweit-PC zur Verfügung. Den benötigten Live-PC kann man sich ganz bequem herunterladen; dieser ist vorkonfiguriert und neben der bereits erwähnten Ubuntu-Variante gibt es zahlreiche andere Live-PCs.

Unter anderem zum Beispiel den Fearless Browser, welcher anonymisiertes Surfen im WWW erlaubt, Tor sei Dank. Sehr schön, wenn man an Fremdrechnern ins Netz will und nicht weiß, wie gut die gesichert sind.

Für den MokaFive habe ich mich in dem Fall bewusst entschieden, weil er parallel zu Windows läuft; es gibt auch andere Lösungen, welche das Booten vom USB-Stick voraussetzen. Das ist dann für die Härtefälle, wenn Windows – da muss man ja am meisten helfen – rumzickt und gar nicht mehr starten will. Aber das weiß man ja eigentlich schon vorher und da ziehe ich es eigentlich immer vor, mir die aktuelle Version von Knoppix zu besorgen. Ist aber reine Geschmackssache.

Zum technischen Teil: Generell reicht jeder USB-Stick ab 4 GB aufwärts. Ich habe mich für 8 GB entschieden, schlägt ein ca. 12 Euro großes Loch in die Kasse. Dieser Platz wird nicht komplett belegt, ggf. können da auch noch Daten gespeichert werden. Natürlich ist es stark von der Geschwindigkeit des Sticks abhängig, wie flüssig man mit dem virteullen PC arbeiten kann; generell kommt es schon mal zu längeren Pausen beim Schreiben auf den Stick. Gefühlt bis zu ca. 30 Sekunden, in denen der PC äußerlich eingefroren ist. Also nichts für ungeduldige Gemüter, wer es flotter möchte, muss mehr Geld investieren.

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